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Report – Vereinsmeisterschaften SG Neukölln – 23.8.2020

Am 23.8.2020 fanden die Vereinsmeisterschaften der SG Neukölln im Freibad Britz (Kleiberweg) statt.
Es war der erste Wettkampf im Schwimmen auf Vereinsebene und darüber hinaus, der in Berlin seit dem 2.3.2020 stattfand. In den dazwischen liegenden 175 Tagen gab es keinen offiziellen Wettkampfsport im Schwimmen in Berlin.

Die Temperaturen
Wettkampfbecken: + 24,7 Grad C.
Luft: + 26 Grad C.
Es war sonnig bis wolkig, am Nachmittag zogen zwar Regenwolken über die Anlage, es blieb aber trocken.

Hinweisschild beim Einschwimmen.
Hinweisschild beim Einschwimmen.

Hygiene-Konzept
Es gab ein Hygiene-Konzept: Dies hatte 6 Seiten. Die Ausschreibung dagegen 2.
Der Verein hatte mehr als 2000 Masken zur Verfügung und stellte sie kostenlos bei Bedarf zur Verfügung.
Das Tragen von Masken am Beckenrand war nicht obligatorisch. Hin und wieder sah man vor allem junge Trainer diese tragen.

Zum ersten Mal wurden die Vereinsmeisterschaften der SG Neukölln per Videostream übertragen. Das erfolgte relativ kurzfristig. Es gab 2 Kameraperspektiven. Dadurch sollte auch erreicht werden, dass Eltern zu Hause bleiben und die Veranstaltung von dort verfolgen sollten. Das klappte auch, waren Zuschauer doch in der Minderheit. Zuschauer durften sich auch nur auf der Rasenfläche aufhalten und nicht am Beckenrand.

Alle diese Fakten gehören immer noch zum Hygiene-Konzept: der Start erfolgte nur auf der Startbrücke; bei den 50 m Strecken und einige Staffeln wechselte damit das Kampfgericht die Position, nicht die Sportler.
Es gab auch keinen Überkopfstart. Die Wendebleche auf beiden Seiten waren nicht vorhanden.
Siegerehrung gab es mit Einschränkungen: die Podeste waren weit auseinander gezogen; es gab Medaillen aber keine gedruckten Urkunden. Dies konnten sich online „gedownloaded“ werden.

Der Zugang zum Wettkampfbecken war begrenzt und beschildert. Auf der einen Seite den Bereich betreten, auf der anderen Seite das Becken verlassen. Damit wurde gewährleistet, dass die Zahl der erlaubten Sportler kontrolliert werden konnte. Das Freibad hat ein sogenanntes Ampel-System (Belegungsmelder), symbolisiert durch Fahnen. „Grün“ bedeutet kein Problem, “gelb“ bedeutet „Achtung, es wird voll und bei Rot ist die Grenze erreicht. Und tatsächlich änderte sich während des Wettkampfes immer wieder die Farbe der Fahne. Am Nachmittag war sie dann auch einmal rot. Die beiden Sprecherinnen (man beachte, die „Genderisierung“ ist korrekt und auf ein „Gendersternchen“ wurde verzichtet) wiesen darauf hin, dass, um einen Wettkampfabbruch vorzubeugen, bitte alle Sportler, die nicht am Wettkampf unmittelbar teilnehmen, den Bereich des Wettkampfbecken zu verlassen haben.
Der Hintergrund für die rote Fahne ist leicht erklärt: es gab viele 50 m Strecken und da halten sich viele Sportler für ihren Start unmittelbar beim Wettkampfgeschehen auf. Die Wasserballer der SG Neukölln schwammen alle die 50 m und 100 m Freistil. Das sieht man auch nicht alle Tage.
Zum Wettkampfabbruch kam es aber nicht.

Weitere Infos
Vor der Pool-Villa gab es einen Imbisstand.

Es gab keine Autogramme von Sportlern.

Auch die von den vergangen Jahren bekannten Verabschiedungen von Sportlern gab es nicht.

Bei der Trainerstaffel 3×50 m Freistil, Wettkampf 19, tauchte Wolfgang Haack die 50 m durch.

Einige Wettkämpfe wurden vor Ort noch zusammengelegt (Wettkampf 20 und 21).

Bei einigen jungen Sportlern verrutschte die Schwimmbrille.

Es wurden keine Rückenstarthilfen eingesetzt. Musik wurde zum Teil auch während der Wettkämpfe gespielt.

Bilder
Abschnitt 1: https://www.mirkoseifert.de/veranstaltung/id/2551
Abschnitt 2: https://www.mirkoseifert.de/veranstaltung/id/2552