(Rand)Notizen, News

Report – TSP/LSP Vergleich des Stützpunktes Chemnitz 2020 – 12.7.

Am 12.7.2020 fand der erste Langbahnwettkampf (50 m) in Deutschland seit dem 16.3.2020 in Chemnitz statt.

In normalen Zeiten wäre dieser Wettkampf einer von vielen gewesen. Doch diese Zeiten endeten im März 2020. Seitdem ist in Deutschland nichts mehr normal.

Absperrbänder regelten den Eintritt für die 50 m Strecken.
Absperrbänder regelten den Eintritt für die 50 m Strecken.

Deshalb musste dieser Wettkampf nicht nur beim DSV angemeldet werden sondern auch beim Gesundheitsamt in Chemnitz. Einzelheiten sind mir unbekannt, aber ohne das „OK“ vom Amt finden zurzeit weder Training noch Wettkämpfe statt.
Wettkämpfe sind noch viel rarer als das Training in diesen Tagen. Beim Wettkampf ist es notwendig, auf starre Regeln und Verordnungen zu verzichten. Wie soll bitte mit Mundschutz und Abstandsregeln umgegangen werden? Gar nicht. So war es auch erlaubt, ohne Mundschutz und ohne Abstandsregeln (1,50 m) sich am und im Wettkampfbecken aufzuhalten. Ein Blick nur auf die Location des Sportforums Freibad ließ für kurze Zeit alle Regeln und Einschränken in den Hintergrund treten. Es sah aus wie immer oder wie früher. Der Detailblick stellte dann doch Unterschiede fest:
– im Startbereich bei den 50 m Strecken gab es Absperrungen mit Fähnchen;
– der Sprecher wies darauf hin, dass im Gebäude die Regeln einzuhalten sind (u. a. Abstand, Maske);
– Aufsteller auf die „Corona-Regeln“ hinwiesen;
– Aufkleber auf dem Boden auf Abstände aufmerksam machten;

Eine Zahl, die ich notierte, war die vom Robert-Koch-Institut für den 12.7.2020. Hier werden täglich Zahlen veröffentlicht, worauf sich die „Mächtigen“ in diesem Land stützen und ihre Entscheiden in Form von Verordnungen verfassen. Am 12.7. gab es in Sachsen KEINE neuen Corona-Fälle, insgesamt hatte das Bundesland bisher 5.473 Corona-Fälle, davon 14 in den letzten zwei Wochen.

Der Wettkampf war nur für Sportler des Talentstützpunktes Chemnitz sowie des Landesstützpunktes Chemnitz. Dennoch taucht auch Berlin auf. Hintergrund: die Sportlerin trainiert in Chemnitz, ist aber in Berlin gemeldet.

Zuschauer waren erlaubt, wenngleich sie optisch durch einen Zaun getrennt außerhalb der Anlange auf dem Rasen saßen oder standen. Das Freibad selber bietet keine Sitzgelegenheiten für Wettkämpfe.

Geschwommen wurde in zwei Abschnitten. Beginn jeweils um 10.00 Uhr und 13.00 Uhr.
Im ersten Abschnitt wurde zügig hintereinander geschwommen. Im zweiten Abschnitt dagegen wurde in Blöcken der Wettkampf voran gebracht. Nach den ersten 50 m Schmetterling von Frauen und Männern (Block 1) um 13.00 Uhr gab es eine Pause; alle 30 Min. wurde der Wettkampf weitergeführt. Um 15.33 Uhr war Wettkampfende.

Nach dem Ende halfen alle Sportler beim zügigen Abbauen und Aufräumen mit. Eine kleine Grillrunde rundete die Sache ab.

Weitere Infos:
Die Wassertemperatur: + 26,9 Grad C., Luft ca. + 21, Wetter sonnig bis wolkig, trocken, kein Regen;

Die Anschlagmatten waren einseitig angebracht.

Siegerehrungen gab es im 1. Abschnitt, die vor dem Eingang stattfanden.

Es wurde keine Rückenstarthilfe eingesetzt.

Ein Wachschutzmann war mindestens zweimal vor Ort, kontrollierte aber vor allem den Bereich der Zuschauer.

Es war mein erster Wettkampf in Chemnitz.

Es gab 69 weibliche und 52 männlich Teilnehmer (121 insgesamt, die es auf 560 Einzelstarts brachten. Staffeln wurden nicht geschwommen.

Bild- und Videomaterial
Bilder der Veranstaltung
https://www.mirkoseifert.de/veranstaltung/id/2544/

Video der Veranstaltung
https://www.youtube.com/watch?v=–siSJSsjLo