Berlin, News

Geänderte Verordnung im Sport für Berlin

Für Berlin gibt es ab heute (22.4.2020) folgende Änderung speziell für den Sport. In der aktuellen Berliner Verordnung ist der § 4 „Badeanstalten, Sportstätten und Sportbetrieb“ zum § 7 gewandert. Die Ausführungen in § 7 sind jetzt umfassender.

Der Passus „den Trainingsbetrieb von Kaderathletinnen und –athleten an Bundesstützpunkten“ hat sich nicht geändert (§ 7, Absatz 3 a);

In § 7 Absatz 2 sind etliche Vorschriften und Bedingungen enthalten. Sie beschreiben vor allem das Betreiben von Sport im Freien.

Zu Wettkämpfen in Berlin steht in der Verordnung nichts (Positives).

Die Worte „Freiwasser“ oder „Freibad“ finden sich im Wortlaut nicht wieder. Das Betreiben vom Training im Freiwasser oder / und Freibad ist daher Interpretationssache. Ich sage aber mal: mit dem richtigen „Kontaktabstand“ wäre das schon möglich.

Tabelle 1: Gegenüberstellungen der Änderungen für den Sport dritte und vierte Verordnung

Dritte Verordnung vom 16.4.2020 Vierte Verordnung vom 21.4.2020 (1)
§ 4, Badeanstalten, Sportstätten und Sportbetrieb § 7

Badeanstalten, Sportstätten und Sportbetrieb

(1) Der Betrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern,  Fitnessstudios, Saunen, Dampfbädern, Sonnenstudios, Solarien u. ä. wird untersagt.

 

(1) Der Betrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern, Fitnessstudios, Saunen, Dampfbädern, Sonnenstudios, Solarien u. ä. wird untersagt, soweit nachstehend nichts anderes geregelt ist.
(2) Von der Untersagung nach Absatz 1 ausgenommen ist das kontaktlose Sporttreiben auf Sportanlagen im Freien, soweit es alleine, mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder mit einer anderen Person, ohne jede sonstige Gruppenbildung ausgeübt wird. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten. Die Nutzung fest installierter Sportgeräte für die individuelle Fitness (z.B. Calisthenics-Anlagen) bleibt weiterhin untersagt. Das Betreten der Gebäude zu dem ausschließlichen Zweck, das für die jeweilige Sportart zwingend erforderliche Sportgerät zu entnehmen bzw. zurückzustellen, ist zulässig. Umkleiden, Duschen, mit diesen verbundene WCs und sonstige Räumlichkeiten bleiben geschlossen. Gesonderte WC-Anlagen können geöffnet werden. Wiesen und Freiflächen der Sportanlage dürfen ausschließlich für die sportliche Betätigung genutzt werden. Sollten aufgrund der besonderen Beschaffenheit der Sportanlage Abstandsregelungen nicht eingehalten werden können oder durch die Nutzenden tatsächlich nicht eingehalten werden, kann die Sportanlage durch die zuständige Stelle ganz oder zeitweise gesperrt werden.
(2) Ausnahmen von der Untersagung nach Absatz 1 können in besonders begründeten Einzelfällen ausschließlich durch schriftliche Genehmigung der für Sport zuständigen Senatsverwaltung  zugelassen werden. Dies gilt insbesondere für

 

(3) Weitere Ausnahmen von der Untersagung nach Absatz 1 können unter Einhaltung der Vorgaben in besonders begründeten Einzelfällen ausschließlich durch schriftliche Genehmigung der für Sport zuständigen Senatsverwaltung zugelassen werden. Dies gilt insbesondere für
a) den Trainingsbetrieb von Kaderathletinnen  und -athleten, u.a. in Vorbereitung auf nationale und internationale Wettkämpfe, wenn die beantragten Trainingseinheiten  für die Vorbereitung zwingend erforderlich sind,

 

a) den Trainingsbetrieb von Kaderathletinnen und –athleten an Bundesstützpunkten bzw. Paralympischen Stützpunkten in Vorbereitung auf nationale und internationale Wettkämpfe, wenn die beantragten Trainingseinheiten für die Vorbereitung zwingend erforderlich sind,
b) den Sportbetrieb mit Tieren, soweit dieser im Hinblick auf das Tierwohl zwingend erforderlich ist b) den Sportbetrieb mit Tieren, soweit dieser im Hinblick auf das Tierwohl zwingend erforderlich ist,
c) den Trainingsbetrieb von Bundesligateams  und Profisportlern und -sportlerinnen. c) den Trainingsbetrieb von Bundesligateams und Profisportlern und – sportlerinnen.
(3) Soweit für die Vergabe der öffentlichen Sportanlage vor Inkrafttreten dieser Verordnung eine andere Vergabestelle des Landes Berlin zuständig war, wird die für Sport zuständigen Senatsverwaltung  diese bei der Entscheidung über eine Ausnahme beteiligen. (4) Soweit für die Vergabe der öffentlichen Sportanlage vor Inkrafttreten dieser Verordnung eine andere Vergabestelle des Landes Berlin zuständig war, wird die für Sport zuständigen Senatsverwaltung diese bei der Entscheidung über eine Ausnahme beteiligen.
(5) Regelungen über den Sport als Unterrichtsfach der öffentlichen Schulen und Schulen in freier Trägerschaft sowie als studienbezogener Lehrbetrieb der Hochschulen gehen dieser Regelung vor.

 

 

(1) Vierte Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung, vom 21. April 2020, tritt am 22.4.2020 in Kraft, tritt am 10.5.2020 außer Kraft.