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(Rand)Notizen Weltcup 2019, 12./13.10., Tag 2 und 3

Text, Bild: Mirko Seifert

Wassertemperatur des Wettkampfbeckens:
Sa: + 27,0 Grad C.;
So: + 27,2 Grad C.;

Sowohl im Vorlauf als auch im Finale gab es Körbchenkinder.

Die deutsche Beteiligung war geringer als in den letzten Jahren. So waren die Stützpunkte Hamburg, Dresden, Halle/Saale, Leipzig, Heidelberg und Essen nicht am Start. Zum Teil überschnitt sich der Weltcup in Berlin mit der Militärweltmeisterschaft oder andere waren im Trainingslager.

Die Banden-Werbung wurde zum ersten Mal elektronisch angezeigt

Es gab zwei deutsche Sprecher und einen englischen Moderator. Er interviewte die Sieger nach den Finals und führte durch die Siegerehrung, sorry, die Parade of Champions.

Am vollsten auf der Zuschauertribüne war es mit Abstand am Samstag. Sonntag war es meiner Meinung nach leerer als am Freitag. Ausverkauft war kein Abschnitt.

Die Ticketpreise waren (online Preise):
Je Vorlauf, alle Tage: 10 Euro;
Tageskarte: 20,60 oder 18,60 (verschiedene Preiskategorien);
Dauerkarte: 48,60 oder 43,60;
Ermäßigungen gab es auch.

Weltcup 2019: Entspannt beim Einschwimmen, mit N. Warnatzsch (li) und B. Berkhahn (re).
Weltcup 2019: Entspannt beim Einschwimmen, mit N. Warnatzsch (li) und B. Berkhahn (re).

Der Ausstieg der Sportler nach dem Wettkampf erfolgte bei den Vorläufen nach beiden Seiten, im Finale nur zu einer Seite (Richtung Sprecher). Alle Leitern am Schwimmbecken wurden entfernt.

Es gab Wasserflaschen, die aber nicht griffbereit überall herumstanden (Budapest Junioren WM 2019: überall gab es Wasser, gekühlt und ungekühlt). Die Banderole wurde von allen Flaschen entfernt. Wegen der Werbung hieß es, die FINA mag es nicht. Damit mussten aber, um den Pfand zu erhalten, anschließend wieder alle Banderolen angeklebt werden.

Es gab keine 15 m Leine. Stattdessen wurden die 15 m Markierungen genommen. Damit diese auch einigermaßen gleich verteilt sind und nicht während des Wettkampfes verrutschen wurden die Leinenelemente jeweils am Ende festgeschraubt.

Ein neuer Presse-Manager des DSV hatte sein Debut bei dieser Veranstaltung: Raik Hannemann. Er war selber einmal Spitzensportler.

Auf die Startblöcke wurden von OMEGA Lichter montiert. Diese signalisierten dem Publikum die Plätze 1, 2 oder 3. Jeweils in roten Farben. Diese Lichter sind aber nur temporär bei dieser Veranstaltung angebracht. Hätte ich gern bei jedem Wettkampf.
Was mir fehlte waren die Halterungen für die Back-Up Knöpfe, die bei den DM Finals 2019 (1. – 4.8., Berlin) am Startblock angebracht waren. Beim Weltcup fehlten diese und der Knopf wurde nach vor in den Startblock gehangen.

Eine der deutschen Starterinnen war Amelie Zachenhuber. Sie war am Fr und Sa am Start, flog am Sa Abend nach München und startete am Sonntag bei den Bayerischen Kurzbahnmeisterschaften in Holzkirchen. In Kürze fliegt sie ins Trainingslager nach Südafrika.

Das Startsignal war auf Englisch („Take your marks“).

Es wurden Rückenstarthilfen eingesetzt. Sie wurden immer benutzt.

Alle Sportler über 800 m und 1500 m Freistil schwammen Kraul.
Liliana Szilagyi schwamm über 50 m Freistil 50 m Schmetterling.

Es gab Eimer und damit auch einige Eimerkipper. So z. B.
Yannick Palm (GER);
Ilaria Cusinato (ITA);

Es gab einen Sportler, Johannes Dietrich, Österreich, Jg 1993, den man nicht verwechseln sollte. In Deutschland gibt es auch einen Schwimmer (nicht mehr aktiv) namens Johannes Dietrich, allerdings Jahrgang 1985.

Es gab hin und wieder Meldeergebniskorrekturen, sodass der (erste) Ausdruck nicht mit der Anzeigetafel übereinstimmte.

Die Wendetafeln wurden von den Kampfrichtern gehalten. Es gab keine elektronischen Anzeiger auf dem Boden des Schwimmbeckens wie bei der WM 2019 oder Junioren-WM 2019.

Es gab keine Urkunden, weder auf Papier noch als PDF.

Es wurde doch zweimal auf 9 Bahnen geschwommen, einmal über 1500 F (Männer) und einmal 400 L. Der Grund: durch die nicht erfolgte Rückmeldung wären diese beiden Sportler nicht dabei gewesen. Die FINA entschied aber pro Sportler und ließ sie im schnelleren Lauf starten.

Katinka Hosszu (HUN) schwamm sich immer im oberen Becken (nicht Wettkampfbecken) ein.

Wieder einmal überraschte die Anzeigetafel den Interessierten mit weiteren Vornamen. So bei Leonie Marlen Kullmann und Nadine Marion Laemmler.

Ich wurde gefragt, warum ich keine Siegerehrung aufnehme. Antwort: durften wir nicht. Es war nur 2 Leuten gestattet.

Es gab Klatschelemente mit Florian Wellbrock drauf. Diese gab es kostenlos am Eingang.

Am „Parkplatz“ der SSE/Landsberger Allee hing ein Weltcup-Plakat. Der Parkplatz war auch offiziell geöffnet.

Drei Anzeigetafeln gab es: die neue auf der rechten Seite (vom Haupteingang gesehen) und eine temporäre auf der linken Seite.
Rechte Seite: hier wurde der Live-Stream zur halben und die Strecke zur Ergänzung angezeigt.
Linke Seite: hier sahen alle die Bahnbelegungen und Ergebnisse. Neu war, dass bei den langen Strecken die restlichen Bahnen (Lap) angezeigt wurden. Auch gab es am Sonntag eine Einzelauswertung des Sportlers, der das Finale gewann und interviewt wurde. Gezeigt wurden u. a. das Foto, Größe, Geburtsdatum und seine Splitzeiten als Grafik.

Sponsoren: salonpas, omega, speedo, Berlin Bäder, andel’s, wewater, screenrent, 1x Japanisch oder chinesisch, keine Ahnung was das bedeuten sollte (evtl. Trinkwasser, siehe Videowerbeclip).

12.10., Sa

Letzte beim Einschwimmen am Samstagmorgen: Johanna Roas, zweitletzte Leonie Kullmann.

50 m Rücken der Männer, Lauf 1: alle ohne Meldezeiten.

Die Coaches Clinic fand gegen 13.30 Uhr in der SSE, Presseraum, statt. Gastredner war Peter Andrew (USA), Vater, Mentor und Trainer von Michael Andrew (USA).

Am Ende des Abschnittes gab es das einzige Ausschwimmen, hier über 100 m Rücken der Damen um Platz 8 für das Finale.

Veranstaltungsshirts oder Merchandisingartikel gab es nicht.

Im Foyer der SSE gab es keine Stände (nur einen Ticketschalter). Vor der SSE gab einen Verpflegungswagen, der, wie bei den DM 2019, Burger und andere Sachen verkaufte. Die Preise waren wie bei der DM, alles ab 4,50 Euro.

Kids Cup am 12.10., Sa
Dieser fand am Samstag in der Abschnittspause statt. Geplant war, dass 100 Kinder (7 bis 14 Jahre) 100 m Freistil schwimmen sollten. Die Distanz und der Zeitumfang waren dann doch zu groß und die Strecke wurde auf 50 m Freistil reduziert. 100 Sportler (Mädchen und Jungen) hatten gemeldet, es waren aber nicht alle am Start.
Das ganze sollte so nah und gut wie möglich an das Original, also eines Wettkampfes hier beim Weltcup, heranreichen. Einschwimmen (10 Min), Call-Room, Einlauf auf die Startbrücke einzeln, Aufrufen, Start, Schwimmen, Rausklettern, Kampfgericht, Anzeigetafel der Namen und Zeiten.

Beate Ludewig führte durch den Kids Cup. 12.50 Uhr war Treffpunkt und die Jungen und Mädchen wurden durch die Halle geführt. Hatte was von „Gespräche aus dem Off“, denn oft sah man Beate und die Kinder gar nicht, doch man hörte sie, irgendwo da unten mussten sie sein … wie sie den Kindern die Wettkampfstätte erklärte.

Eine Schwimmerin schwamm anstatt Freistil sie Lage Schmetterling. Das Besondere nochmals dabei: während ihre Schwester Lina auf Bahn 1 Kraul schwamm, schwamm Tara auf der Nebenbahn Schmetterling (34,55 Sek.).
Das Startsignal war aber auf Deutsch („auf die Plätze!“).

Um 14.00 Uhr war Start. Es wurden 12 Läufe geschwommen.
Anders aber als bei den Großen wurden die Namen und der Verein vorgelesen. Bei den Weltcup-Vorläufen selber gab es keine Vorstellung der Sportler. Die Sportler des Kids Cup kamen aus dem ganzen Bundesgebiet!
Am Ende gab es noch eine Siegerehrung.

Die Zuschauertribüne war sehr voll beim Kids Cup. Wenn jeder Teilnehmer 2 Eltern mitbrachte wären das locker mal 200 Leute gewesen.

13.10., So
Der Abschnitt 5 begann um 10.00 Uhr. Auch 25 Min später hatten die Fotografen noch kein Bild gemacht. Mich eingeschlossen.

Fotografen am Sonntag: immer 4.

Über 100 m Rücken der Männer startete Metin Aydin für die Türkei (Jg 1995). Er war jahrelang Teilnehmer an vielen deutschen Wettkämpfen. Er qualifizierte sich bei den DJM 2015 für die WM 2015 in Kazan, Russland, für die Türkei, startete dort aber nicht.
Metin ältere Fotos: https://www.mirkoseifert.de/sportler/fotos/5058/0/Metin-Aydin

50 m Brust der Frauen, Lauf 3. Bahn 3: Ilka Bathge. Ihr riss das Schwimmbrillenband kurz vor dem Start. Sie startete dann ohne Brille.
Instagram: https://www.instagram.com/p/B3jsS0zgyyf/

Katinka Hosszu sollte am Sonntag erst gar nicht starten, war dann aber doch über 200 m Lagen am Start.

Nicht alle Sportler machen sich direkt vor dem Start nass. Taylor Ruck zum Beispiel nicht.
Hier ein paar Bilder, als sie noch niemand kannte (Junioren WM 2015):
https://www.mirkoseifert.de/sportler/fotos/7789/0/Taylor-Ruck

Es wurden keine deutschen Rekorde und keine deutschen Altersklassenrekorde aufgestellt.
Bei den anderen teilnehmenden Nationen war das schon anders. So z. B. Rekord für Österreich für Lena Grabowski über 200 m Rücken.
Instagram: https://www.instagram.com/p/B3kbq9NgbUI/

Der Fanfarenzug aus Friedrichshain war auch wieder anwesend. So präsentierte er Musik, gefolgt von den Fahnen der teilnehmenden Nationen, vor der „Parade of Champions“. Die Fahnen hielten und schwangen u. a. Sportler des SLZ Berlin.

Bilder: wird es von mir ab Dienstag unter mirkoseifert.de zu sehen geben. Ein paar gibt es bereits bei Instagram: https://www.instagram.com/seifert.mirko/