(Rand)Notizen, Berlin, DM, News

(Rand)Notizen DM 2019, 1.8., Tag 1

Die 131. DM finden vom 1. bis 4.8.2019 in Berlin statt.

Eigentlich habe ich die Schnauze gestrichen voll vom heutigen Tag. Nicht nur ich bin dieser Ansicht.

Kommen wir zu den Meisterschaften, an denen so viel meisterlich war.

Meisterliche Siegerehrungen
Es gab kein Siegerpodest. Stattdessen standen die Sportler aufgereiht auf der Seite der Starts unter der neuen Anzeigetafel. Fotografen waren keine erlaubt, außer einer Person. Klar, war auch kein Platz da. Die vier möglichen Leute hätte sich sonst gegenseitig die Luft zum Atmen weggenommen bei der Enge dort.
Doch es gab einen theoretischen Ersatz. An der Seite, bei der Mixed-Zone. Dort sollten, theoretisch, die geehrten noch einmal vorbei kommen und stehen bleiben. Theoretisch wurden die Sportler auch darüber aufgeklärt.
Praktisch lief aber alles anders. So gut wie keiner wusste Bescheid. Niemand blieb freiwillig stehen. Ein Siegerehrungsblock, der erste der Finals, mit u. a. Giulia Goerigk, lief völlig aus dem Ruder. Niemand blieb stehen. Dabei hätten wir, es waren mehrere an dieser Stelle, ein paar Aufnahmen gemacht. Nur mal so am Rande: da hat Giulia ihren Meistertitel, man möchte eine Aufnahme machen, doch keiner hält an. Keiner wird zurückgerufen. Chance vertan, es gibt kein zweites Mal. Unentschuldbar.

Schöne, neue (Siegerehrungs)Welt.
Schöne, neue (Siegerehrungs)Welt.

Meisterlicher Zeitplan
Schon die Vorläufe hatten im Vorfeld zwei Zeitpläne präsentiert, die erheblich voneinander abwichen: 10.45 Uhr und 12.30 Uhr. Tatsächlich war 11.30 Uhr (mit Siegerehrungen) Ende.
Die Finals wurden mit 17.15 Uhr angegeben, tatsächlich war 18.05 Uhr Ende.

Berlin Finals und die S-Bahn
Zur Sportmetropole gehört auch der starke Nahverkehr. Ja, Berlin hat ihn. Pünktlich, sauber, 24/7, preiswert. Moment, ich hatte geträumt.
Als die Veranstaltung heute zu Ende war fuhr keine S-Bahn mehr. Warum auch, sind es doch nur 3 Stationen, die die S-Bahn zwischen Frankfurter Allee und Greifswalder Straße zu bedienen hatte. Nach der Frankfurter Allee war Schienenersatzverkehr.

Anzeigetafel degradiert
Wie musste sich die neue Anzeigetafel heute gefühlt haben, als sie merkte, dass sie zur B-Ware degradiert wurde? Statt Ergebnisse anzuzeigen zeigte sie einen Live-Video-Stream aus der Halle, auf der linken und rechten Seite war auch nichts wettkampftypisches zu sehen.
Da die Startseite getauscht wurde gab es keine Ergebnisse mehr auf dieser. Stattdessen wurde eine Ersatztafel auf die andere Seite gehangen, die die Läufe anzeigte und beim Zielanschlag die Ergebnisse für die Sportler präsentierte. Die Schrift war recht klein …

Der gelbe Käfig
Fotografen müssen in einem Bereich bleiben, der von einer gelben Linie umrandet wird. Ja, macht Sinn. Gibt es auch woanders. Doch warum auch beim Einschwimmen? Ich war außerhalb des Käfigs und wurde zurückgeschickt. Dabei standen logischerweise Trainer und Sportler beim Einschwimmen auch beim gelben Käfig und versperrten die Sicht. Aber nein, ich musste zurück.

Auch so, geschwommen wurde auch noch:
Die Wassertemperatur des Wettkampfbeckens: + 26,9 Grad C.

Der erste im Wettkampfbecken am Morgen war Paul Hentschel.

Es wurde die Rückenstarthilfen eingesetzt.

Eimer gab es, aber wenig Eimerkipper.
Eine Eimerkipperin war Lena-Marie Precht vor den 1500 m F.

Andel’s ist zwar noch Sponsor, es gab aber keine Verpflegung wie in den letzten Jahren für die Presse. Kaffee und Wasser gab es.

Heute war Kampfrichterabend.

In der Abschnittspause stand das Wettkampfbecken immer zum Schwimmen offen. Das obere Becken war auch immer geöffnet.

Die Wasserspringer hatten kein Training.

Fotografen heute: ca. 6 am Vormittag, 8 am Nachmittag.

Es wurden keine Altersklassenrekorde geschwommen.

Das SLZ Berlin ist zwar selber nicht am Start, hatte aber heute einen Wettkampfbesuch.
Das SLZ Berlin ist zwar selber nicht am Start, hatte aber heute einen Wettkampfbesuch.

Einen Schwimmer riss die Badehose beim Nachmittagseinschwimmen am Hintern.

Die Kampfrichter hielten die Wendetafeln.

Es wurde immer Musik gespielt. Der DJ war bereits bei den DM 2018, DKM 2018 mit dabei.

Letzte beim Einschwimmen vor den Finals war Sarah Köhler.

Vor dem Finalabschnitt wurde auf der Wendeseite eine Matte ausgetauscht (Bahn 2).

Die Anschlagmatten sind alle neu. Auf beiden Seiten. Die Aufschrift lautet nicht mehr German Timing sondern Swiss Timing.

Es sind 40 Kampfrichter im Einsatz.

Es gab Dopingkontrollen.

Zum ersten Mal wurde die Strecke 4 x 200 m Freistil mixed bei einer DM ausgetragen. Es gab dennoch keine Deutschen Rekord, weil die Limitzeit nicht unterschritten wurde.

Die Kampfrichter müssen bei den Finals die Brücke räumen, damit die Sportler gut zu sehen sind beim Einlaufen. Aufgerufen werden die Sportler der Zeit nach, vom Langsamsten zum Schnellsten.

Die TV Kameras waren vor allem am Nachmittag an. Aber nur bis zu den Staffeln, ab da war Schicht im Schacht. Vor allem die fahrbare Kamera am Becken (Länge: 50 m) bereitete immer wieder Probleme. Oft standen 3 und mehr Techniker dort und hantierten. Gut zu wissen, wo meine GEZ-Zwangsgebühr ihre Investition findet.

Die fahrbare TV Kamera. 4 Leute am Grübeln. GEZ-Gebühren, hier seid ihr also gelandet.
Die fahrbare TV Kamera. 4 Leute am Grübeln. GEZ-Gebühren, hier seid ihr also gelandet.

Um 13.30 Uhr fand im andel’s eine Pressekonferenz statt. War gut besucht, mindestens 20 Medienvertreter waren dort. Abseits des sportlichen gibt es folgendes festzustellen:
Zum ersten Mal auf der PK-Bank einer DM saßen Anna Elendt, Florian Wellbrock, Bernd Berkhahn und Roman Möllig (DSV Pressesprecher).

Verschlagwortet mit