(Rand)Notizen, Berlin, DJM, News

(Rand)Notizen DJM 2019, Tag 1, 28.5.

Die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen finden vom 28.5. bis 1.6.2019 in Berlin statt.

Die Wassertemperatur des Wettkampfbecken: + 26,8 Grad C.

Die beiden letzten beim Einschwimmen im Wettkampfbecken (Vorläufe, Finals) waren zwei Jungs.
Zwar wurde nach dem Vorlauf-Abschnitt durchgesagt, dass das Einschwimmen im Wettkampfbecken erst 14.30 Uhr wieder stattfinden kann, dennoch war es 14.00 Uhr auch schon voll.

Die erste Disqualifikation erfolgte gleich im ersten Wettkampf im Lauf 1.

Die DJM 2019 sind ein FINA Wettkampf. FINA-Starter und FINA-Schiedsrichter waren auch da und wurden vorstellt. Steht auch im Protokoll.

Es wurde Musik während der Läufe gespielt. Außerdem konnten sich Sportler Musik für den Einmarsch im Finale wünschen.

Überkopfstart – oder nicht?
Jedenfalls gab es bei den Finals keine klare Linie. Mal war der vorherige Lauf noch im Wasser, dann wieder nicht.
In den Vorläufen wurde immer Überkopfstart durchgeführt. Auch zwischen dem Wechsel von männlich auf weiblich auf männlich. Wäre es ein Berliner Wettkampf gewesen hätte erst der schnellste Lauf aus dem Wasser steigen müssen, bevor das nächste „Geschlecht“ an der Reihe ist.

Dopingkontrollen gab es, am Vormittag und am Nachmittag.

Finals ohne Emotionen sind keine Finals. So auch heute. Besonders bei den Frauen wurden Emotionen gezeigt und die (Freuden)Tränen kullerten.
Zwei Sachen trafen dann auch perfekt heute zusammen: das erste Finale bei einer Deutschen Jahrgangsmeisterschaft in der AK 12 seit der Wiedervereinigung (3.10.1990). Ein langer Zeitraum also. Die erste deutsche Jahrgangsmeisterin im Schwimmen seit der Wiedervereinigung in der AK 12 (jüngste AK) ist Danja Thelemann über 200 m Schmetterling. Sie selbst war davon so überwältigt, dass sie auch Minuten nach dem Zielanschlag noch Emotionen zeigte und leicht zitterte.

Malaika Schneider nach ihrem Sieg über 100 B im Jg.
Malaika Schneider nach ihrem Sieg über 100 B im Jg.

Die andere Überraschung kam von Malaika Schneider. Sie siegte über 100 m Brust in der AK 16 und war davon so überrascht, dass es kein Halten mehr gab. Mit so vielen Emotionen habe ich Malaika noch nicht erlebt. Das war dann auch eine Genugtuung gegenüber den 100 m Brust bei den NDM im Mai 2019 in Magdeburg. Freud und Leid, so dicht beieinander.

Aber auch bei Elena Backhaus hielt die Freude über Platz 2 über 200 m S lange an. Noch bei der Wendebrücke wurde sie von Linus Schwedler in den Armen gehalten.

Es gab auch wieder Eimer. Damit auch Eimerkipper. Besonders auffällig waren die Läufe …
100 F, weiblich, Lauf 1, Jg 2007: Eimerkipper auf den Bahnen 4, 5, 6 (Heßmann, Beierling, Mukhovata);
100 F, weiblich, Lauf 4, Jg 2004: Bahn 2 und 3 (Märtens, Wolter). Rianne Rose verpasste fast ihren Start, als sie nach dem Pfiff für „auf den Startblock“ noch innehielt, obwohl die anderen bereits darauf standen.
100 F, männlich, Lauf 7, Jg 2001: Bahn 5 und 6 (Armbruster, Behnke).

Alexander Eichs Kommentar zu seinem Finalergebnis nach dem Zielanschlag über 200 m S: Scheiße.

Es waren alle Sportler bei der Siegerehrung. Rafael Miroslaw kam später, aber er kam noch.

Die Wasserspringer hatten Training während den Vorläufen. Im Finale aber nicht.
Das Sprecherteam besteht aus 4 Leuten, 2 pro Abschnitt. Sie rotieren jeden Tag. Einen Moderator gibt es nicht.

Die Anschlagmatten sind beidseitig angebracht.

Die Tribüne mit Zuschauern war sehr gut gefüllt.

Die Metalstartblöcke auf der Seite der Anzeigetafel, hinter den Wettkampfstartblöcken, wurden zu den DJM entfernt.

Die Wendetafeln über 800 F mussten von den Vereinsvertretern gehalten werden. Es gibt aber keine Pflicht, solche eine Tafel dem Sportler zu zeigen. Soweit ich das überblicken konnte hatte jede Bahn eine Tafel.
Alle Sportlerinnen schwammen die 800 F in Kraul.

Es wird mit Vorstart gearbeitet. Für alle Strecken. Dafür gibt es extra zwei Vorstartzelte, an jedem Ende des Schwimmbeckens eines.

Die Siegerehrungen der 800 m F wurden im Finale, gleich zu Beginn des ersten Siegerehrungsblockes, durchgeführt. Auch hier waren alle Sportlerinnen anwesend. Die Entscheidungen über diese Strecke fielen aber in Zeitläufen am Vormittag.
Wenn man es genau nimmt wurde hier schon die erste deutsche Jahrgangsmeisterin der AK 12 ermittelt. Dennoch war es kein Finale und alle schwammen mehr oder weniger „durcheinander“ (nach Zeiten sortiert). So richtig konnte sich auch keiner der Sportlerinnen nach dem Zielanschlag freuen.

Verschlagwortet mit