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„FSK 18“ – kurzzeitiger Schock für alle unter 18 Jahren

Wie einige aufmerksame Leute mir berichteten und ich es auch selber sah, war die Schwimmerabfrage auf „dsv.de“ mindestens am 15.4.2019 eingeschränkt. So konnten keine Sportler mehr abgefragt werden, die jünger als 18 Jahre waren. Das wurde mit einem roten Schriftzug vermerkt.

Das war dann auch ein Schock für einige. Es stellte sich zu diesem Zeitpunkt die Frage, wie in Zukunft Ergebnisse gefiltert und ausgewertet werden sollen. Parallelen, zumindest theoretisch, stellten sich zu der Tatsache, dass der Berliner Senat die Ergebnisse der Landesfinales von „Jugend trainiert für Olympia“ nicht mehr zur Verfügung stellt (siehe Artikel „Senatsverwaltung Berlin blockiert Anerkennung von Wettkampfergebnissen“).

Seit dem 15.4.2019, gegen Mittag, werden wieder alle Sportler angezeigt.

Die Einschränkung der Ergebnisse ist dann aber auch keine realitätsferne Unmöglichkeit. Sollte diese einmal umgesetzt werden, dann ist auch das Verhältnis zu anderen Quellen zu berücksichtigen. So ist schon heute zu beobachten, dass bei der Veröffentlichung von Informationen über Sportler die Verbände ganz unterschiedlich herangehen.
Als schlechtes Beispiel aufzeigend sei hier die LEN genannt. In ihren Startlisten und Meldergebnissen werden die vollen Namen UND das Geburtsdatum veröffentlicht. Gerade das Geburtsdatum ist bei einigen Abfragen, so z. B. bei Telefonauskünften, ein persönliches Merkmal, was nur dem Betreffenden bekannt sein sollte. Darüber hinaus stehen hin und wieder Größe und Gewicht in den Meldeunterlagen.

Online gibt es eine Vielzahl von Anbietern, die Daten von Sportler mehr oder weniger vollständig anbieten, z. B. https://www.swimrankings.net/ oder http://www.swimcharts.de/.
Obwohl in der EU die DSGVO für alle Mitgliedsländer gleichermaßen gilt, heißt dies noch lange nicht, dass sich auch jeder daran hält. Die rechtliche Auffassung und Umsetzung ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich.