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DMS-J Finale 2018, 26./27.1.2019, Essen

Das Bundesfinale des Mannschaftswettbewerbs der Jugend im Schwimmen fand am 26. und 27.1.2019 in Essen statt.

Die Wassertemperaturen:
26.1., Wettkampfbecken: +26,8 Grad C.;
27.1., Wettkampfbecken: +26,7; Ausschwimmbecken: +29,3;

Es regnete die ganze Zeit.

Letzter beim Einschwimmen am Samstag war Karl Schindler.

Es gab keinen Überkopfstart.

Eimer wurden bereitgestellt. Einige Sportler nahmen dies zum Anlass, als „Eimerkipper“ anzutreten. Besonders das weibliche Team des Dresdner SC „zelebrierte“ dieses Ritual.

Anders als in anderen Schwimmhallen konnte immer nur ein Lauf auf der Startbrücke stehen. Der Grund: die Halle ist zu klein. Also hieß es warten bis der aktuelle Lauf die Startbrücke verließ. Dadurch dauerte der Wettkampf aber nur geringfügig länger.

Die Anschlagmatten waren beidseitig angebracht.

Kostüme waren auch wieder bei der Siegerehrung Pflicht.
Kostüme waren auch wieder bei der Siegerehrung Pflicht.

Es gab eine DSV-Lounge/VIP-Lounge, wo auch die Presse ihre Sachen abstellen konnte. Zu essen und trinken gab es ebenfalls.

Es gab einen Sprecher für beide Abschnitte.

Bei TSV Hohenbrunn-Riemerling herrschte einmal „Badekappennot“. Die orange Kappe wurde vom Schwimmer 1 an Schwimmer 4 weitergegeben.

Während der Läufe wurde keine Musik gespielt. Das hatte auch den Grund, weil es …

… sehr laut und die Stimmung sehr gut war. Besonders lautstark, inkl. dem Einsatz von z. B. Trommeln, war es in den jüngeren Jahrgängen. Das übertrug sich auch auf die Sportler.
So konnte ich 3 Typen ausmachen:
– die coolen: regungslos standen sie auf der Startbrücke. Der Berliner TSC zum Beispiel (Jugend C, männlich);
– die aufgeregten: genau das Gegenteil von cool: angespannt schon vor dem Start, nach dem Einsatz dann mitfiebern auf der Startbrücke. Einige (vornehmlich Frauen) waren dann auch so fertig, dass sie nur durch das Team fortgeführt werden konnten;
– die Teilnahmslosen: dann gab es noch jene Teams, die sich nach dem Schwimmen gar nicht mehr auf die Startbrücke bewegten. Der Platz blieb dann einfach frei.

Stimmungstechnisch war die gesamte Veranstaltung überragend. Besonders hörbar waren die Anfeuerungslaute während der weiblichen Jugend D Staffeln im Lauf 2 (z. B. SG Mülheim).

Es war nicht immer einfach, rechtzeitig und gefahrenlos das Wasser zu verlassen. Einige Mal befanden sich der fertige Schwimmer und der aktuellen Schwimmer im Startbereich auf einer Bahn. Wegen einer Behinderung wurde aber niemand disqualifiziert.

Apropos Disqualifikation: die gab es. Sportliche und organisatorische. Besonders hart traf es die männliche Jugend C des SC Magdeburg. Die Mannschaft, das sei schon mal vorneweg geschickt, hatte die Rückenwechsel im Griff und machte es besser als im Dezember 2018 in Magdeburg, wo Nils Will in der Mitte der Bahn auf Linus Schwedler zuschwamm.
Im Wettkampf 28, 4×100 S, kam es beim Start zu einer Verzögerung. Die Namen der Startkarte stimmten nicht mit den Schwimmern überein, die am Start waren. So wurden sie zum ersten Mal im Abschnitt 2 disqualifiziert. Die zweite Disqualifikation und damit das Aus in der Gesamtwertung erfolgte über 4×100 L. Wird eine Mannschaft pro Abschnitt zweimal disqualifiziert ist sie automatisch aus der Wertung zu nehmen und wird in der Gesamtwertung als Mannschaft ohne Zeit gesetzt. Der SC Magdeburg hätte die 4×100 S noch nachschwimmen können, doch sie traten nicht mehr an. An der Gesamtwertung hätte sich dadurch nichts mehr geändert.
Und so schlenderte dann auch diese Mannschaft im The Grinch Kostüm zur Siegerehrung mit dem Gedanken im Gepäck, dass es ihnen nicht wie dem Grinch erging. Denn der hatte am Ende noch ein Weihnachtliches „Happy-End“.

Es gab Veranstaltungsshirts; Verkaufspreis ab 23,95 Euro inkl. Logo; zusätzlich konnte man den Namen auftragen lassen (3 Euro oder 5 Euro mehr).

Am Samstag, nach den Wettkämpfen, gab es viele Dopingkontrollen. Erstaunlich, gab es doch bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften 2018 in Berlin offensichtlich keine.

Schon Wochen vor dem Wettkampfstart war die Halle ausverkauft. Alle Plätze in der Schwimmhalle waren von den Zuschauern auch belegt.

Es gab keinen Videostream.

Die Zuschauer konnten kostenlos ihre Jacken und Schuhe abgeben.

Es gab zwar ein Veranstaltungsplakat, aber kein Plakat mit allen qualifizierten Mannschaften (so wie letztes Jahr in Wuppertal).

Es wurde zusätzlich ein Zelt mit ca. 300 qm Unterstand aufgestellt. Hier waren etliche Mannschaften untergebracht. Am Sonntagmorgen war es recht frisch im Zelt. Das sollte sich aber noch ändern. Das Zelt blieb nach der Veranstaltung noch stehen, weil nächstes Wochenende (2./3.2.2019) an gleicher Stelle der Wettkampf DMS 1. Bundesliga stattfindet.

Einige Geschwister schwammen auch mit: so z. B. Fiona und Fynn Redeman, Paul und Julien Niederberger, Suri und Suwin Phandara

Es wurden keine Jahrgangsrekorde aufgestellt.

Einige Mannschaften traten immer mit den vier gleichen Sportlern an, so z. B. die D-Jugend weiblich der Wfr. Spandau 04 oder die B-Jugend weiblich des SV Nikar Heidelberg. Die D-Jugend weiblich der Wfr. Spandau 04 wurde über 4×100 R einmal disqualifiziert. Im Nachschwimmen schwammen sie aber 4 Sekunden schneller.

Durch die Siegerehrung führten zwei bekannte Sportler: Dorothea Brandt und Damian Wierling.

Es wurde mit der Rückenstarthilfe geschwommen. Im Lauf der Jugend D, weiblich, gab es ein Problem beim Start über 4×100 L auf Bahn 4. Man löste das Problem, indem man die Rückenstarthilfe von Bahn 5 nahm (Wfr. Spandau 04), weil die Schwimmerin diese nicht brauchte.

Die Siegerehrungen am Sonntag dauerten von 12.53 bis 13.45 Uhr. Nur eine Mannschaft (SG Essen) trat nicht kostümiert an.
Die Kostüme waren wieder einmal bunt gemischt und spiegelten auch den Zeitgeist wieder: so waren zwei Mannschaften mit Super Mario Kostümen zu sehen (Stichwort: Nintendo Switch), aber auch die Avengers waren vor Ort. Zum ersten Mal seit 4 Jahren trat eine Mannschaft als Wasserballerteam auf (aus Hannover). Eine Mannschaft der Berliner TSC (weiblich) verkleidete sich als Hochzeitspaar samt Anhang. Die Siegreiche Mannschaft A des SC Magdeburg männlich bedankte sich per Plakat bei Stefan Döbler. Auch konnte der Interessierte wieder aufblasbare Kostüme entdecken, so beim Berliner TSC, den Wfr. Spandau 04 und den Wfr. Hannover 98.

Bilder
Abschnitt 1: https://www.mirkoseifert.de/veranstaltung/id/2376

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