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(Rand)Notizen Deutsche Kurzbahnmeisterschaften 2018, 16.12., Tag 4

Die Deutsche Kurzbahnmeisterschaften (DKM) finden vom 13. bis 16.12. in Berlin (SSE) statt.

Wassertemperatur des Wettkampfbeckens: + 26,9 Grad C.

Letzter beim Einschwimmen vor den Vorläufen: Poul Zellmann.

Louis Dramm über 100 m Lagen: erst wurde der neue Altersklassenrekord durchgesagt. Kurze Zeit später wurde er disqualifiziert. Wieder eine Zeit später wurde die Disqualifikation zurückgenommen. Der Altersklassenrekord fand jetzt wieder die Anerkennung.

Über 400 m Freistil sind alle Kraul geschwommen.

Für eine kurze Zeit sah es so aus, als wenn für das A-Finale 400 m der Frauen ein Ausschwimmen notwendig sei. War dann aber nicht notwendig, eine Schwimmerin meldete ab.

Noch ist Herbst, Handschuhe wurden aber trotzdem schon mal vorgewärmt.
Noch ist Herbst, Handschuhe wurden aber trotzdem schon mal vorgewärmt.

Das IAT (Leipzig) war auch wieder mit ihren Videokameras vor Ort (2. Etage).

Heute gab es einen Sanitätereinsatz mit Trage.

Das Anfeuern von der Zuschauertribüne im Stehen war nicht erlaubt.

Einige Sportler berichteten, dass sie die Luft in der Wettkampfhalle als nicht angenehm empfanden (im Zusammenhang mit den Bauarbeiten am Sprungturm). Ich gebe zu, ich hatte mehr Husten in den letzten Tagen und das könnte eine Ursache sein.

Das Einschwimmbecken vor dem Finalabschnitt war leerer als sonst.

A-B-C Finals: Zeiten- und Platzierungschaos
Wie kann es sein, dass z. B. im Wettkampf 101, 200 m Schmetterling Frauen Finale, Platz 9 eine schnellere Zeit hat als Platz 8? (Platz 9: 2:13,37 Min, Platz 8: 2:15,40 Min.).
Antwort: A-Finale geht vor B-Finale geht vor C-Finale. Es kommt also bei der Platzierung nicht darauf an, welche Zeiten außerhalb des anderen Finals geschwommen werden. Wer im A-Finale schwimmt wird maximal achter, wer im B-Finale schwimmt wird maximal sechzehnter.
Deshalb hatte der Weltverband Schwimmen vor Jahren auch die Abschaffung der A-B-Finale beschlossen. War schon doof und nicht zu kommunizieren, wenn der Sieger im B-Finale schneller als der „eigentliche“ Sieger im A-Finale war. Ist schlecht für den Sport, ist noch schlechter für den Sportler.

24 Deckenlampen sind in der Wettkampfhalle defekt.

Paul Hentschel dachte im B-Finale über 400 m Freistil an seine Taktik bei den European Games 2015 in Baku: schnell angehen und versuchen durchzuhalten. Genau wie in Baku ging er schnell an und gewann am Ende. In Baku 2015 war es sogar die erste deutsche Medaille. Auf der Außenbahn. Wie auch heute in Berlin.

Stefan Ullosat lief über 100 m Schmetterling im B-Finale mit Handschuhen ein.

Michelle Lambert sagte mehrmals nach dem Zielanschlag über 200 m Brusts: „endlich Gold, endlich Gold.“

"Endlich Gold." Michelle Lambert nach der Siegerehrung über 200 m Brust.
„Endlich Gold.“ Michelle Lambert nach der Siegerehrung über 200 m Brust.

Die Reaktionszeiten wurden auf der Anzeigetafel angezeigt. Im Protokoll stehen sie auch.

Über 200 m Brust der Frauen, C-Finale, gab es nur 5 Starter.

Den Namen „Speedo“ abgeklebt hatte Poul Zellmann auf seiner Kleidung bei der Siegerehrung. Sein Sponsor ist „finis“. Hier muss man aber noch beachten, dass Poul für die SG Essen startet und die werden gesponsert von Speedo. Bei Damian Wierling ist es ähnlich: auch SG Essen, aber „arena“ Kleidung.

Die lautesten Anfeuerungsrufe kamen vom Team SC Aqua Köln. Sie waren nicht nur laut sondern auch lustig.

Melanie Friese: geschwollenes Auge und schnellste Schwimmerin trotzdem
Sie ist die zweitschnellste 50 m Freistilfrau der Wfr. Spandau 04. Doch geschwommen ist sie heute die Staffel 4 x 50 m Freistil mixed nicht.
Heute fand nämlich ihr allererstes Heimspiel beim Wasserball der Wfr. Spandau 04 (Frauen, DWL) statt. Dort kam es zu Beginn gleich zu einer rüden Attacke einer Mitspielerin. Ihr Auge schwoll, kurze Auszeit, eine Eispackung rauf und dann wieder ins Wasser. Melanie gewann auch alle ihre „Anschwimmen“, d. h. den Ball zu Beginn in jedem Abschnitt aus der Mitte des Beckens fischen. Ihr Gegenüber, eine Spielerin der Waspo 98 Hannover, gab beim dritten Mal entnervt auf und versuchte es nicht mehr schneller zu sein.
Melanie selber war bei der DKM über die 4 x 50 m Freistil der Frauen im Einsatz.

Wasserball DWL der Frauen: Melanie Friese mit geschwollenen Auge.
Wasserball DWL der Frauen: Melanie Friese mit geschwollenen Auge.

Das Ministerium für Wendebrückenbenutzung
Es sollte an dieser Stelle auch mal erklärt werden, was Fotografen zu beachten haben und warum es nicht nur Kategorien bei Platzwahl auf der Tribüne, sondern auch am Schwimmbecken gibt.
Beim „Ministerium“ musste vor dem Finalabschnitt angefragt werden, um Zugang auf der Wendebrücke zu erhalten. Es durfte von den Fotografen der „B-Mannschaft“ immer nur einer auf der Wendebrücke stehen. Beim Vormittagsabschnitt konnten sich die „B-Leute“ auch vor den Läufen um Positionen bewerben. Soweit mir bekannt haben wir uns als Mannschaft gut verstanden und sprachen etwaige Wünsche schon im Vorfeld intern ab.
Der Bereich, in der sich die B-Mannschaft bewegen durfte, umfasste ca. 15 m entlang der hinteren Wettkampfbeckenseite (auf der Seite der Zuschauertribüne). Zur Siegerehrung durften man, ohne Nachzufragen, die Startbrücke zum Überqueren benutzen, um anschließend bei der Siegerehrung Fotos machen zu dürfen.
Die „B-Mannschaft“ durfte aber nicht auf der gegenüberliegenden Seite stehen und fotografieren; auch war es strikt untersagt (und führte zu Ermahnungen), wenn beginnend mit der blauen Trainer/Offiziellen-Tribüne sich jemand dort aufhielt. Natürlich waren damit keine Aufnahmen direkt von der Startseite möglich. Für die B-Mannschaft.
Wenn es eine „B-Mannschaft“ gibt gab es auch eine „A-Mannschaft“. Diese durfte sich immer auf der Wendebrücke aufhalten und konnte auch am Startbereich (beidseitig) fotografieren.
Das ich und bis auf eine Person alle zur „B-Mannschaft“ gehörten versteht es sich von selbst, dass bestimmte Motive damit nicht möglich waren. Bevor also jemand auf den Gedanken kommt und der „B-Mannschaft“ mangelnde Abwechslung vorwirft sollte er diesen Beitrag lesen und verstehen.
Das mit den Positionen auf der Stirnseite und an der Seite ist natürlich keine Erfindung des DSV. International wird so verfahren (und jetzt auch national, 2018 erstmalig bei der DKM). Diese Positionen sind begehrt und müssen geregelt werden, wenn der Andrang riesig ist. Bei der diesjährigen DKM waren max. 5 Fotografen zeitgleich anwesend. Zum Vergleich: bei der WM in Budapest 2017 waren mind. 70 Fotografen anwesend.

Merchandising
Kein T-Shirt kostete unter 20,00 Euro. Der Verkauf erfolgte im Foyer der SSE.
Hier eine Auswahl:
T-Shirt Event 21,95 Euro (inkl. Logo auf dem Rücken);
Sweatshirt mit Kapuze 44,95 Euro;
T-Shirt Promo 23,95 Euro;
Adidas sweatjacke 64,95 Euro;
T-Shirt Teamline 32,95 Euro;
T-Shirt „head“ 23,95 Euro

Vor dem Haupteingang gab es einen Imbissstand: Rostbratwurst 3,00 Euro, Boulette 3,50 Euro, Steak 4,00 Euro.

Nachtrag: bereits am Freitag fand die 8. Coaches Clinic während der DKM in Berlin statt. Thema: „der perfekte Staffelwechsel“. Eingeladen waren um 13.30 und 14.30 kostenlos interessierte Trainer.

Gleichzeitig zur DKM 2018 fand in China (Hangzhou) die Kurzbahn-WM statt (11.-16.12.). Hier starteten einige deutsche Sportler. Zu Beginn der Finalabschnitte wurden jeweils die Ergebnisse des Tages vorgelesen.

Das war’s auch mit Wettkämpfen in der SSE für die nächsten Monate. Am 19.12.2018 findet hier noch ein Schulwettkampf statt, danach ist die SSE im Reparaturmodus. Angepeilt ist es, dass die DJM im Mai 2019 in dieser Halle als erster Wettkampf wieder stattfinden können. Doch der Blick zum Sprungturm lässt nichts Gutes erahnen.

Heute war der 3. Advent. In der Schwimmhalle merkte man davon nichts.