(Rand)Notizen, Berlin, News

Sichtung, 15.4.2018, Berlin; Vorfälle in der Vergangenheit

Autor: Mirko Seifert

Am 15.4.2018 fand das dritte Sichtungsschwimmen der Saison 2017-18 in Berlin, der SSE, statt.

Wassertemperatur: + 26,4 Grad C.

Die Anzeigetafel war komplett aus. Anders als in den letzten Monaten lief auch keine Uhr mehr mit.

Es gab keine Eimer. Die Zeiten wurden mit Handzeit gestoppt.

Die Tribüne war sehr gut mit Eltern besetzt.

Die 25 m Strecken wurden auf der 50 m geschwommen. Dazu stand zu beiden Seiten das Zeitgericht auf der 25 m Höhe und maß das Überschwimmen der 25 m Markierung. Die Sportler konnten dann zu Ende schwimmen oder zur Seite das Wasser verlassen.

Es gab 6 Sprecher. 2 reguläre und 4 Azubis. Jeder der Azubis laß 1 bis 2 Läufe vor, bevor wieder gewechselt wurde.

Schon im Vorfeld fiel der Löschschaum unmittelbar vor dem Sportlereingang auf.

Es gibt ein Protokoll bis zum Wettkampf 10. Eine Mehrkamkpfwertung gibt es nicht. Auch wird keine DSV-Datei angeboten.

Bilder: auf Mirko Seifert bis Wettkampf 10

Wettkampfabbruch um 10.26 Uhr, Beitrag vom 15.4.2018:
Berlin, 15.4.2018: Das Sichtungsschwimmen sollte von 9.30 bis ca. 14.30 Uhr in der SSE stattfinden. Doch es kam anders. Bereits im Vorfeld und vor der Schwimmhalle machte sich Löschschaum bemerkbar. In unmittelbarer Wettkampfnähe, im alten Schlachthof, war gestern Abend ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz, das Ergebnis kroch die Einfahrten und Wege zur Schwimmhalle entlang. Etwaiger Rauch war von mir nicht weiter als „schlimm“ wahrgenommen wurden.
Der Wettkampf ging dann von 9.30 bis 10.26 Uhr. Es kam die Durchsage, dass der Wettkampf wegen schlechter Wasser- und Luftwerte beendet werden müsste. Zu diesem Zeitpunkt waren noch nicht alle Schwimmer im Wasser gewesen, die 100 Schmetterling standen an. Einige Leute schauten sich an und fragten ernüchternd „wirklich Abbruch?“.
Bei der Durchsage und in den anschließenden Gesprächen konnte keiner mit hilfreichen Daten dienen. Denn was bedeutet schlechte Wasserqualität? Ich hatte die Temperatur gemessen – + 26,4 Grad C. Mein Gerät für die anderen Werte hatte ich ausgerechnet heute nicht mit. Bei der Realisierung von schlechter Luftqualität gingen die Meinungen auseinander. Sicher, eine Beeinträchtigung lag vor, ein Sportler übergab sich außerhalb der Halle.
Bei der Durchsage war auch die Rede davon, dass der Wettkampf nachgeholt werden könnte. Doch die Realität sieht anders aus: in den nächsten Wochen ist die SSE dauerbesetzt, von den Schwimmern oder Wasserspringern. Ende Juni macht die SSE sowie, wegen Bauarbeiten, zu. Die dann dort stattfindenden Wettkämpfe sind die Ausnahmen (DM, Wasserball). Auch die erste Sichtung für das Schwimmen für 2018/19 wird aufgrund dieser Sachlage nicht stattfinden.

Bei der anschließenden „Visite“ der Umgebung der SSE war zu sehen, dass
– die Landsberger Allee stadtauswärts immer noch gesperrt war (mittags);
– der Löschschaum mit Unterbrechungen bis zum Sportlereingang reichte;
– dieser Schaum auch in das freie Gelände neben dem Sportlereingang eindrang;
– die Ausfahrt für PKWs in Richtung Herrmann-Blankenstein-Str. gesperrt war, hier lief immer noch das Löschwasser entlang.

Zu Fragen bleibt allerdings: wie kann Löschwasser das Beckenwasser in SSE kontaminieren?

Beinahe Ausfall der Bestenermittlung Berlin am 20.1.2018 wegen Stromausfall
Artikel vom 20.1.2018 „Bestenermittlung Berlin – Stromausfall, Pumpenstillstand, geretteter Wettkampf“

Wettkampfabbrauch in der jüngsten Vergangenheit in Berlin
13.10.2013: Abbruch kurz vor dem Ende von Abschnitt 1;

Originaltext von Mirko Seifert vom 13.10.2013:
Am 13.10.2013 sollte der TÜV Rheinland SprintCup 2013 mit 2 Abschnitten ausgerichtet werden. Es kam aber anders.

Der Abbruch: Aufreger des Tages war erst die große Pause nach Beendigung der Einzelstrecken im Abschnitt 1. Die angesetzten Staffeln wurden und wurden nicht gestartet. Dann kam die Durchsage, dass die Staffeln nicht starten werden und die Kinder zu den Siegerehrungen gebeten.

Kurz darauf wurde klar, dass auch der Abschnitt 2 nicht geschwommen werden kann. Einen offiziellen Grund gab es nicht, die Durchsage war „Sperrung des unteren Beckens durch die Bäderbetriebe“.

Gegen 13:08 Uhr machte das Gerücht die Runde, kleine „Kackerlie“ befinden sich auf dem Fußboden des Beckens. Es wurden aber keine Wassermessungen durchgeführt. Das Becken war gesperrt. Die Bäderbetriebe würden erstmal das Becken „hochchloren“. Der Veranstalter entschuldigte sich für diesen Vorfall und beendete den Wettkampf.

Ausgefallen sind damit:
Wettkämpfe 25 und 26 (12 x 25m Staffel, 1. Abschnitt)
Wettkämpfe 27 bis 36 (alle des 2. Abschnittes)

Für den Abschnitt 2 waren schon einige Teilnehmer in der Halle. Ebenfalls durchgesagt wurde, dass die Kinder den Kontakt mit dem Wasser meiden sollten.

Wie kamen die Kackerlie auf den Grund der Schwimmhalle? Es gab zwei Theorien. Die erste Theorie ging vom „Verschulden“ der heutigen Teilnehmer aus; die zweite Theorie besagt, dass die Häufchen schon vor dem heutigen Tag im Becken waren.

Gab es schon einmal einen Wettkampf-Abbruch anhand der schwarzen Kullern auf dem Grund? Viele Eltern und Trainer schüttelten den Kopf, so etwas war ihnen noch nicht passiert. Auch nach Jahrzehnten der Wettkampfteilnahme konnten sie in ihren Erinnerungen kein Beispiel für solch einen Abbruch finden.

Eine kurze Recherche in den DSV Wettkampfbestimmungen war meinerseits ergebnislos. Kein Eintrag zum Wettkampfabbruch durch den Veranstalter. Lediglich in einigen Ausschreibungen, insbesondere bei Freiwasserveranstaltungen, findet sich folgender Passus: „Bei Ausfall oder Abbruch der Veranstaltung bzw. einzelner Wettkämpfe wird kein Meldegeld zurück gezahlt. Es besteht zudem kein Anspruch auf Ersatz anderer Kosten (wie z. B. Hotel- oder Reisekosten).“ (DM Freiwasser 2013 Ausschreibung)

Das offizielle Protokoll war nach Textschluss noch nicht online. Dort wird es mit Sicherheit noch einen Hinweis vom Schiedsrichter zum Wettkampf geben.
[update: im Protokoll steht lediglich Abbruch des Wettkampfes. Die Webseite vom SprintCup schreibt http://www.sprint-cup.de/infos.html:

„Leider vorzeitiger Abbruch der Veranstaltung vor dem Abschnitt 2 wegen grober Verunreinigung der Schwimmbecken.“]

Die Technik: Zum heutigen Wettkampf wurden zum ersten neue Mal Monitore für die elektronische Zeitmessung verwendet. Die bisherigen Monitoren waren noch von 1999. Auch die Oberfläche der blauen Startblöcke wurden ausgewechselt; die Oberfläche ist jetzt wieder rauer. Diese Startblöcke gibt es seit Sommer 2009 in der SSE.

Die Preise für die Siegerehrungen: Die jüngsten Teilnehmer erhielten neben den Urkunden und Pokalen auch folgende Sachpreise: Rucksäcke, Shampoos, Brotdosen, Handtücher, Taschenrechner, Schwimmbrett und ein Sparschwein.

Die 2-Start-Regel: speziell für den Kindegerechten Wettkampf wurde die 2-Start-Regel angewendet. Insgesamt 5 Fehlstarts gab es. Dies hinderte aber einige Kinder nicht, die Fehlstartleine zu ignorieren und die 25m zu Ende zu schwimmen (z. B. WK 19, Lauf 2).

Damit endet ein „ereignisreiches“ Wochenende in Potsdam und Berlin: erst die Hallenschließung in Potsdam, dann der Wettkampfabbruch in Berlin.