(Rand)Notizen, DKM

(Rand)Notizen Deutsche Kurzbahnmeisterschaften 2017, 16.12., Tag 3

Autor: Mirko Seifert; Bilder: Mirko Seifert

Wassertemperatur: + 26,2 Grad C. Wettkampfbecken

Banner-Allerlei: Tag für Tag wurden immer mehr Banner gegenüber der Zuschauertribüne aufgehangen. Den größten am Tag 3 hatten dann die Wfr. Spandau 04.
Am Tag 3 hingen in der Halle folgende Banner: Team Essen; SG Ruhr; 2x Wfr. Spandau 04; Stoba; Berliner TSC; SG Neuss; Hannover 96; Wfr. 98 Hannover (gleich daneben); SG Dortmund; SGR Karlsruhe; SG Frankfurt (auf der Seite der Zuschauer);

Banner auf der Sportlerseite.
Banner auf der Sportlerseite.

Werbespots: was mich wundert, warum ein Coca Cola Sport lief, obwohl diese Firma offensichtlich kein Sponsor ist.

Es gab kein Mittagsangebot für die Sportler. Selbstverpflegung war angesagt.

Es gab ausgedruckte Urkunden. Diese wurden aber nicht während der Siegerehrung überreicht.

Letzter beim Einschwimmen im Vorlaufsabschnitt: Jonas Bergmann.
Letzter beim Einschwimmen im Finalabschnitt: Maik Rieffenstahl.
Es sind immer die Männer, die als letzte aus dem Becken steigen, wenn es um die roter Laterne beim Einschwimmen geht.

Nicole Heidemann musste am Samstag zur Dopingkontrolle. Die Dopingkontrolleure schienen nur zu den Finalabschnitten anwesend zu sein.

4×50 m Lagen der Frauen, Lauf 1, Bahn 2: 4 Kampfrichter waren damit beschäftigt, die Rückenstarthilfe zu richten und ins Wasser zu hängen. Zuerst hing sie verkehrt im Wasser.
Lauf 4, Bahn 0 benutzte keine Rückenstarthilfe.

Die Staffelnamen werden nicht bei den Wettkämpfen auf der Anzeigetafel angezeigt. Das geht besser. Selbst im Meldeergebnis bei der DMS-J in Cottbus am 2.12.2017 standen alle Namen im Meldeergebnis!

Die jüngsten Staffelteilnehmer stellte die TV Wetzlar: am Samstag waren es die Jungen bei Jahrgängen 2003 und 2005. Am Sonntag waren es Mädchen alle im Alter von 12 Jahren.

Zwei geplante Ausschwimmen wurden gestrichen.

Die mit Abstand besten Fotos gelingen, wenn eine Person vor der Kamera steht und stehenbleibt. Es gab viele Fotos davon.
Die mit Abstand besten Fotos gelingen, wenn eine Person vor der Kamera steht und stehenbleibt. Es gab viele Fotos davon.

Eine Disqualifikation wurde zurückgenommen (Wfr. München, Wk 28).

Ebenfalls als Geschwister waren Timo und Steffen Wirgs am Start.

Ab Samstag stand auch die korrekte Bahnzahl auf der Anzeigetafel bei 800 m: 32 Bahnen.

Kappenverlust: Benjamin Sinnig bei 800 m Freistil nach ca. 600 m. Patrick Lattwein verlor bei 800 m Freistil fast seine Kappe.
Maike Grösch wollte bei ihren 1500 m Freistil keine Wendetafel. Sie war die einzige.

Alle Schwimmer schwammen die langen Freistilstrecken in Kraul.

Grüße per Videobotschaft schickten die Teilnehmer der Kurzbahn-EM in Kopenhagen. Dies wurde vor dem Finalabschnitt am Samstag gezeigt. Anschließend ging ein Gruß von ausgewählten Teilnehmern (meist SG Essen) zurück nach Kopenhagen.

Am Samstag und Sonntag wurden Merchandising-Artikel verlost. Losnummern waren die Sitznummern auf der Tribüne. So wurden verlost Badekappen, Trinkbecher, Basekapps etc. Jeweils ein Sportler einer Siegerehrung zog das Los.

Eimerkipper: Lisa Sophie Selle, Jonas Bergmann.

Es gab wieder Siegerehrungsinterviews.

Es gab keine Trainerlounge.

Das DKM-Plakat hing seit ca. 5.12.2017 in Richtung stadtauswärts. Auf der Rückseite hing kein Plakat.

Einige Sportler konnten z. B. aus Krankheitsgründen nicht starten: Maya Tobehn (Berlin), Louis Dramm (startete auch nicht wie gemeldet in Dresden beim Christstollenschwimmfest), Julia Mrozinski sagte ab Freitag alle Starts ab;

Das Siegerehrungspodest stand am Vorstartzelt und nicht wie beim letzten Mal unter der Anzeigetafel.
Das Sprungbecken war immer gesperrt.

Füße hoch während der DKM.
Füße hoch während der DKM.

Wettkampfhopper
Es gab drei Wettkämpfe, die nicht weit auseinander lagen: Berlin (14.-17.12.); Dresden (15.-17.12., Christstollenschwimmfest; Magdeburg (15.-17.12., Pokale der Landeshauptstadt).
Das führte dazu, dass Sportler mal in Berlin und in Dresden oder Magdeburg teilnahmen:
Marlene Blanke und Charlotte Blanke; Marlene am Do in Berlin, am Fr in Dresden;
David Thomasberger erst in Berlin, dann in Magdeburg;
Alexandra Arlt erst in Berlin, dann in Dresden;
Lilo Firkert pendelte zweimal: Do und Fr in Berlin; Sa in Dresden, So wieder in Berlin.
Amelie Zachenhuber startete bis Samstag in Berlin, am Sonntag dann in Regensburg.

Merchandising
Folgende Artikel wurden im Foyer angeboten (Auswahl):
Head Kapuze 52,95 Euro (inkl. Rückenaufdruck); head T-Shirt 23,95; Sweatjacke 64,95; T-Shirt „Take the lane“ 22,95; T-Shirt „promo shirt“ 23,95;

Imbissstand
Vor dem Haupteingang stand ein Stand mit folgenden Angeboten:
Bratwurst 3,00 Euro; Steak 4,50; Kaffee 1,50; Glühwein 2,50; Brezel 1,50; Bockwurst 2,00; Boulette 3,50;

Stände in der Schwimmhalle
Oben: Venex, swim-total (für Merchandising), Eintrittskarten;
Am Wettkampfbecken: Finis

Ticketpreise
Vorläufe + Endläufe = Tageskarte:
14., 15.12.: 12,00 Euro
16., 17.12.: 15,00 Euro
Nur Vorläufe: Alle Tage 6,00 Euro
Dauerkarte: 42,00 Euro.

Die Tribüne wurde wie folgt aufgeteilt:
Am Haupteingang saßen ausschließlich Zuschauer; gegenüber Sportler, aber in der Mitte war Platz für zahlende Zuschauer.
Die Sportler durften sich nicht am Becken während des Wettkampfes aufhalten. Diese Fläche musste freibleiben. Für Trainer gab es eine kleine Tribüne am Start/Zielbereich.

Für einige Aktive sind diese Kurzbahnmeisterschaften aber auch Premiere, wie z. B. für Lucy Böhmke, Helena Hornig, Nicola Schmitz, Delara Ditterich oder Lucie Mosdzien.

Neue Vereine
Über die neue Schwimmabteilung von Hannover 96 schrieb ich bereits. Hannover 96 hatte 4 Sportlerinnen am Start.

Es gibt noch einen Schwimmverein, der ebenfalls neu ist, aber noch keine eigenen Sportler am Start hatte: das Schwimm-Team Potsdam.

Dann gibt es noch den nicht neuen Verein Neckarsulmer Sport-Union. Dieser hatte zwei russische Sportler am Start:
Andrey Arbuzov, erster Wettkampf in Deutschland Okt 2017 (1989, Flossenschwimmer, Russland);
Alexey Amosov, erster Wettkampf in Deutschland März 2017;
Damit haben sich beide Sportler für die DKM in der Top 100 Liste qualifiziert.

Auffällig ist, dass zur Neckarsulmer Sport-Union einige bekannte Sportler wechselten: Celine Rieder und Henning Mühlleitner zum Beispiel.

Wie kann es sein, dass ein russischer Sportler bei den DKM teilnimmt und Deutscher Kurzbahnmeister wird? So geschehen über 100 F und 50 F mit A. Arbuzov.
Es sind die Wettkampfbestimmungen, die dies regeln:
Ist ein ausländischer Sportler länger als 1 Jahr bei einem deutschen Verein gemeldet, kann er bei Deutschen Meisterschaften teilnehmen.

Kann solch ein Sportler auch einen deutschen Rekord aufstellen?
Nein, dazu braucht er die deutsche Staatsbürgerschaft. Das ist ein Grund, warum Hubert Szablowski’s Altersklassenrekorde falsch registriert sind. Er ist Pole.
Als Rekordeintrag steht noch in den Listen, Stand 28.11.2017:
100 B, 25 m Bahn, 1:00,80 Min.
200 B, 25 m Bahn, 2:14,86 Min.

Warum steht Thierry Bollin unter „Switzerland-FSN“ in den Rekordlisten, obwohl er für die Schweiz schwimmt? Er hat auch einen deutschen Pass.

Was ist der Unterschied zwischen Internationalen Deutschen Meisterschaften 2018 und den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften 2017?
Bei den Int. DM 2018 braucht der Sportler nicht ein Jahr bei einem deutschen Verein registriert zu sein, um teilnehmen zu können. Die Titelbezeichnung wäre dann aber eine andere: „Internationaler Deutscher Meister“ müsst es dann heißen.

Es gab schon vor vielen Jahren die Internationalen Deutschen Meisterschaften. Mit diesen Themen befasst sich ausgiebig mein Buch „Deutsche Meister Schwimmen 1883 – 2017, Langbahn“.
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