(Rand)Notizen, JEM

(Rand)Notizen JEM 2014, Dordrecht: 11.7.2014, Tag 3 von 5

Autor: Mirko Seifert

Die Vorläufe:
Bananenwurf: die Umkleidekabinen sind für Männer und Frauen zusammen. 2 Spanierinnen warfen aus ihrer Kabine eine angebissene Banane, die dann an meinem Schrank und auf den Sachen landete. Vielleicht war es auch nur die Fußballvergeltung.

Evgeny Rylov, Meldeschnellster über 200m Rücken der Männer, wurde disqualifiziert, weil er Kleber an den Füßen hatte. Das Protokoll dieses Wettkampfes war dann um 11.47 Uhr immer noch nicht online. Ein Kampfrichter berichtete, dass er schon komisch auf der Startbrücke lief (nur auf den Fersen gehend).

Das deutsche Team hatte heute weiße Shirts an. Beim Einschwimmen spielte der DJ Wunschtitel u. a. für Polen. Die tanzten und feierten dann auch auf ihrer Tribünenseite.
Sehr knapp war die Entscheidung für Deutschland über 100m Schmetterling der Frauen. Maxine Wolters war nur 6/100 Sek. schneller als Jana Zinnecker. Weil nur 2 Sportlerinnen pro Land weiterkommen, war es leider die Endstation für Jana.
Seit Beginn der J-EM wird immer gewartet, bis alle Sportler aus dem Wasser gestiegen sind, bis der nächste Lauf beginnt. Einen Überkopfstart gibt es hier nicht.
Josephine Tesch war ursprünglich für die 200m Freistil gemeldet, sie wurde aber abgemeldet. Am Nachmittag schwamm sie die 1500m Freistil im zeitschnellsten Lauf.

Merchandising
Die Vorlauf-Meldeergebnisse kosten 2,50 Euro (ca. 10 Seiten gedruckt auf normalen Papier), die Finals 1,50 Euro.
Die Veranstaltungsshirts, alle von Arena, gibt es in verschiedenen Farben und „Qualitäten“: die Preise sind 19,95 Euro für EJK T-Shirts, 30 Euro für anderen Stoff und 35 Euro für Polo Hemden.
Das Maskottchen der Veranstaltung kostet 10,00 Euro, eine JEM Schwimmkappe ebenfalls 10,00 Euro.
Zu Essen und Trinken gibt es auch, eine Kaffee kostet z. B. 1,75 Euro, eine Pepsi 1,50 Euro und ein Snicker 1,10 Euro. Veranstaltungstassen sucht man vergeblich. Schlüsselanhänger habe ich gesehen, nur zu kaufen gibt es diese nicht.

Tickets
Für welchen Abschnitt es noch Tickets gibt – darüber gibt es unterschiedliche Angaben. Je nachdem auf welcher Etage man sich befindet. Mal heißt es nur noch für Donnertag und Sonntag, auf einem anderen Zettel steht es gäbe noch Karten für alle Tage für die Vorläufe.
Im Vorfeld konnte man Tickets erwerben (mit einem Rabatt von 1 Euro pro Ticket). Tickets für alle Tage (31 Euro) waren am 1.7.2014 ausverkauft. Die Vorläufe kosten 5 Euro, die Finals 8 Euro und ein Tagesticket 8 Euro.

KZNB Challenger
Am 11. und 12.7. fand ab 13.00 Uhr vom nationalen Schwimmverband eine Art „Überprüfungswettkampf“ für die EM 2014 in Berlin statt.

Die Finals:
Als Gag verstecke ARENA „Giftcards“ unter den Stühlen der Teilnehmer. So jedenfalls teilte es der DJ kurz vor Beginn der Finals mit. Die VIP-Tribüne war heute mit ca. 60 komplett besetzt. Die 5m Rückenleinen werden bei Freistil, Schmetterling und Brust nicht abgenommen und zur Seite gelegt.

Beim Vorstart, bei dem die Sportler mind. 20 Min. vor Wettkampfbeginn sein sollten, werden Startnummern vergeben und die Namen verglichen. Auf dem anschließenden Weg zum Start durchlaufen die Sportler Kontrollen wie Anzugskontrolle und 2 Vorstartbereiche.

Im zeitschnellsten Lauf über 1500m Freistil der Damen schwamm Josephine Tesch auf den letzten 50m zu Platz 5. Bis dahin kämpfen 3 Frauen um diese Position. Gestern reiste ihr langjähriger Heim(Vereins)Trainer Coach Günther Dame (SC Eintracht Berlin) an. Er wurde im Anfang des Jahres 80 Jahre alt.

Bei den 100m Freistil der Männer im Finale schwamm Damian Wierling zu Silber. Doch glücklich war er nicht. Er sprach selber vom verlorenen Gold. Warum? Kurz vor dem Anschlag, ca. 30 cm vor dem Ziel, führte er noch. Doch anstatt mit dieser der Wand am nächsten liegenden anzuschlagen machte er noch einen Armzug. Dementsprechend sauer war er kurz danach, seine Schwimmkappe landete auf der Nachbarbahn. Zum „Glück“ kamen dann noch die …
… 4x200m Freistil der Herren. Die Männer gewannen Gold. Schon beim Einmarsch war Alexander Kunert in guter Laune und wippte mit dem Arm zum Takt der Musik. Am Ende war es gut 1 Sek. Vorsprung vor Italien. Die ganze Mannschaft war kurz vor dem Ziel mit Adrenalin vollgepumpt und konnte den Zielanschlag nicht erwarten. Auch bei der Siegerehrung konnte A. Kunert – die anderen bestimmt auch nicht, aber ihm sah man es an – den Aufruf zu Platz 1 nicht erwarten.
Zum Dritten dann die Lagenstaffel der Damen. Die stark favorisierten Russinnen gewannen dann doch nicht so überlegend wie die Einzelzeiten es ergeben hätten. Für einen kurzen Augenblick nach 350m (Freistil: Nele Klein) sah es so aus, als ob Platz 1 möglich wäre. Platz 2 für Deutschland polierte dann die Nationenwertung weiter auf und so steht Deutschland nach 30 von 52 Wettkämpfen auf Platz 2. Es führt Russland, Platz 3 belegt Ungarn, Platz 4 Großbritannien. Link Medal Statistics: http://www.ejcswimming2014.nl/livetiming/Medals.pdf

Zu gestern:
Henning Mühlleitner startete bei den 1500m Freistil nicht, weil er seinen Start verpasste.

Wettkampfmeter und Einsätze
Wer hatte beim deutschen Team die meisten Wettkampfmeter und Einsätze nach Tag 3?

Wettkampfmeter

Josephine Tesch 2800
Alina Jungklaus 2000
Leonie Kullmann 1300
Konstantin Walter 1200
Alexander Kunert 1100
Laura Riedemann 1050
Damian Wierling 1000
Marlene Hüther 950
Lisa Höpink 900
Maxine Wolters 900
Henning Mühlleitner 800
Katrin Gottwald 700
Nele Klein 700
Max Pilger 700
Marek Ulrich 700
Ruben Reck 600
Annalena Felker 500
David Thomasberger 500
Carmen Maria Franiczek 400
Jana Zinnecker 300
Johannes Tesch 300
Tommi Wolst 300
Oliver Zeidler 300
Laura Goldbach 250
Felix Kusnierz 200
Pascal Winter 50

 

Einsätze

Laura Riedemann 9
Marlene Hüther 8
Nele Klein 8
Leonie Kullmann 8
Damian Wierling 8
Alexander Kunert 7
Konstantin Walter 7
Katrin Gottwald 6
Lisa Höpink 6
Alina Jungklaus 6
Maxine Wolters 6
Marek Ulrich 6
Max Pilger 5
Annalena Felker 4
Josephine Tesch 4
David Thomasberger 4
Jana Zinnecker 3
Henning Mühlleitner 3
Ruben Reck 3
Johannes Tesch 3
Oliver Zeidler 3
Laura Goldbach 2
Tommi Wolst 2
Carmen Maria Franiczek 1
Felix Kusnierz 1
Pascal Winter 1

 

IPC Sportler: die meisten Einsätze:

Klaus Steinhauer 6
Janina Savelsberg 6
Julian Erxleben 4
Hannes Schürmann 3
Bastian Fontayne 3