(Rand)Notizen, JEM

(Rand)Notizen JEM 2014, Dordrecht: 9.7.2014, Tag 1 von 5

Autor: Mirko Seifert

Die Vorläufe:
Die „Championships“ begannen wie vor 1 Jahr – mit Pannen. Die Starteranlage (keine Pistole) gab immer wieder den Geist auf. Viele Tests die auch nichts brachten. Das Startsignal war mal laut, dann wieder leise. Den traurigen Höhepunkt erreichte das Piepsignal über 50m Brust der Frauen, Lauf 4. Nur die Bahnen 1 bis 5 sprangen ins Wasser. Die anderen 3 Frauen blieben stehen. Sie durften dann, unter Beifall der Zuschauer, gleich im Anschluss „nachschwimmen“.
Darüberhinaus durfte Chloe Cazier, die zwar auch mit abging, ihren Lauf vor Beginn der Staffeln noch einmal schwimmen. Sie wurde mit ihrer Einzelleistung Dritte!

Auch die Anzeigetafel hatte ihre Macken. Die neue LCD Anzeige (mind. 5m breit), die auf der Höhe des 50m Starts angebracht ist, zeigte immer wieder so kurz oder gar nicht die Läufe an. Auch muss der Zuschauer sich an die Art der Präsentation gewöhnen. Die Zeiten rutschen nämlich von unten nach oben und dann wieder von oben nach unten. Bei Staffeln werden abwechselnd der Name und das Land angezeigt.

08.45 Uhr waren laut Meldeergebnis die ersten Wettkämpfe angesetzt. Doch es wurde 8.52 Uhr. Grund dafür war, dass das Einschwimmen bis 8.45 Uhr beendet werden sollte. Der Sprecher zählte dann die Zeit rückwärst, noch 5 Min., dann bitte alle aus dem Wasser usw.; klar, dass 8.45 Uhr nicht alle aus dem Wasser waren. Und dann war ja noch die Startanlage … Am Ende waren es 30 Min. Verzug.

Die deutsche Mannschaft hat dieses Jahr das Oranje Orange als offizielle T-Shirt Farbe gewählt. Die Helfer des Ausrichters laufen aber auch in Orange herum.

Es gibt 2 männliche Sprecher. Sie haben ein Headset auf und kein Mikrofon in der Hand. Alles wird in Englisch angesagt. Es gibt keine namentliche Laufvorstellung der Vorläufe.

Alexander Kunert ärgerte sich über seinen 50m Schmetterling-Anschlag. Er hing mit der Nase an der Matte.

Es wären fast alle Frauen in den Vorläufen mitgeschwommen, wenn nicht Carmen Maria Franiczek wegen Krankheit ihren 400m Lagenstart absagen musste.

Die erste Disqualifikation war das Starten vor dem Startsignal über 200m Brust Männer. Disqualifikationen werden durchgesagt, aber ohne Uhrzeit. Der Grund wird zwar genannt, im Protokoll steht dieser aber nicht.

Zu Beginn der Vorläufe und der Finals finden jeweils einige wenige Läufe der IPC (behinderten) Sportler statt. Die deutschen Sportler der IPC Wettkämpfe lauten: Hannes Schürmann, Klaus Steinhauser, Julia Erxleben, Bastian Fontayne, Janina Savelsberg. Es sind damit 4 Jungen und 1 Mädchen am Start.

Im „Bastion“ Hotel sind neben dem deutschen Team auch die Teams von Schweden, Bulgarien und Luxembourg untergebracht.

Die Finals:
Um 16.40 Uhr fand die feierliche Eröffnung statt. Sie war nicht zu überhören und zu übersehen. Eine Brasilianische Samba Truppe mit u.a. 6 leichtbekleideten Damen hatten vom gestrigen Fußballspiel noch nicht genug und tanzten mit sehr lauter Musik. Anschließend erfolgte der Einmarsch der Nationen. Wie 2013 trug David Thomasberger die deutsche Fahne. 3 „Officials“ hielten eine Ansprache, darunter auch Wladimir Salnikow. Er erklärte um 17.06 Uhr die J-EM für eröffnet.
17.15 Uhr starteten die Finals und Semifinals, die bis nach kurz 20.00 Uhr gingen. Ganz am Ende erfolgte noch ein Ausschwimmen über 200m Brust der Männer.
Nicht schlecht staunten die Sportler der Siegerehrungen. Für die ersten beiden Ehrungen der IPC Finals wurde erst gar kein Podest aufgebaut. Dann, bei den folgenden, wurde das Podest schnell auf- und dann wieder abgebaut. Trotzdem war kein Platz zum Fotografieren. Würde es nach der LEN gehen, dürfte sich niemand dort aufhalten. Klar, Siegerehrungen sind auch unwichtig.
12 Mediavertreter, hauptsächlich Foto, waren heute anwesend.

Die Anzeigetafel zeigte wie gestern Ergebnisse an, die mal wieder nicht stimmten. Bei den Zusammenfassungen der Semifinals standen immer der falsche Wettkampf und das andere Geschlecht im Header.
Regelkunde Brust: ein Schwimmer bei 200m Brust tauchte nach dem Start erst nach der 15m Markierung auf. Das ist erlaubt. Die 15m Marke ist nur bei Rücken, Freistil und Schmetterling zu beachten.
Die Sprecher sagten bei den Semifinals und Finals jeweils auf Englisch das Land und den Namen an.
Einen Junioren Weltrekord gab es auch: Christou Apostolos schwamm im Halbfinale über 100m Rücken diesen Rekord in 54,41 Sek. Der ehemalige Rekordhalter S. Sabbioni aus Italien schwamm auf Bahn 4.
Der Französin Chloe Cazier riss im 1. Vorstartraum das Brillenband. Sie kam erst später als alle anderen zum 2. Vorstart. Vielleicht wurde sie deshalb nur 7., im Vorlauf war sie 3.
Die Wendetafeln bei den langen Strecken wurden nur gezeigt, aber nicht ins Wasser gehalten.

Nele Klein hatte eine Deutschlandherz auf ihrer Oberarm bei der 4x100m Freistilstaffel gemalt. Es half. Nach ihrem enttäuschenden Vorlauf über 100m Freistil holte sie zusammen mit L. Kullmann, L. Riedemann und K. Gottwald Silber. Nele konnte nach den DJM 2014 nicht mehr trainieren und stieg erst vor 6 Tagen (3.6.) für 45 Min. das erste Mal wieder ins Wasser. Auch für Katrin endete der Tag versöhnlich, war sie nach dem 100m Freistilhalbfinale sichtlich niedergeschlagen.

Wettkampfmeter und Einsätze
Wer hatte beim deutschen Team die meisten Wettkampfmeter und Einsätze nach Tag 1?

Wettkampfmeter

Josephine Tesch 900
Alina Jungklaus 800
Konstantin Walter 600
Laura Riedemann 500
Katrin Gottwald 400
Lisa Höpink 400
Leonie Kullmann 400
Maxine Wolters 400
Max Pilger 400
Marek Ulrich 300
Laura Goldbach 200
Nele Klein 200
Jana Zinnecker 200
Alexander Kunert 200
Ruben Reck 200
Damian Wierling 200
Marlene Hüther 150
Annalena Felker 100
Johannes Tesch 100
Tommi Wolst 100
Oliver Zeidler 100
David Thomasberger 50
Pascal Winter 50
Felix Kusnierz 0

 

Einsätze

Katrin Gottwald 4
Leonie Kullmann 4
Konstantin Walter 3
Laura Riedemann 3
Marek Ulrich 3
Marlene Hüther 3
Josephine Tesch 2
Alina Jungklaus 2
Lisa Höpink 2
Maxine Wolters 2
Max Pilger 2
Nele Klein 2
Jana Zinnecker 2
Alexander Kunert 2
Damian Wierling 2
Annalena Felker 2
Johannes Tesch 2
Laura Goldbach 1
Ruben Reck 1
Tommi Wolst 1
Oliver Zeidler 1
David Thomasberger 1
Pascal Winter 1
Felix Kusnierz 0

 

Zu gestern:
Während des WM Spieles Brasilien vs Deutschland (1:7) gab es keine Raketen oder Knaller dem Torfestival.