Interviews

Anna Stephanie Dietterle (Schwimmen)

Der Beitrag erschien im November 2013 im Rahmen von:
„Mirko Seifert Magazin, Ausgabe 1, November 2013“ als PDF

Berlin, 27. Oktober: Abschnitt 4 der Landesoffenen Berliner Kurzbahnmeisterschaften der offenen Klasse und der Jahrgänge vom 25. bis 27.10.2013. *** Anna Stephanie Dietterle; Harald Gampe

Anna Stephanie Dietterle: Neustart in Berlin

Im August 2013 wechselte Anna von der Landeshauptstadt Potsdam in die Bundeshauptstadt. Neuer Trainer, neue Trainingsgruppe, neue Trianigsstätte, neuer Verein. Auch wenn sie ihre größten Erfolge am Stützpunkt Potsdam hatte (z. B. JEM Siegerin 2012, EYOF Siegerin 2011), so stehen ihr auch in Berlin alle Möglichkeiten offen.

In den Herbstferien Oktober 2013 ging es zum ersten Mal mit ihrer neuen Gruppe ins Trainingslager nach Saarbrücken. Anna dazu: “Es war sehr schön, hat viel Spaß gemacht, wir sind als Gruppe gut zusammengewachsen. Unsere Gruppe ist relativ neu und stark. Im Trainingslager haben wir vor allem an der Ausdauer und Technik gearbeitet”. Die Frage nach den großen Unterschieden bei Trainingslagern zwischen Potsdam und Berlin beantwortet sie kurz: “Es gibt keine Unterschiede. Die Trainingslager, die Potsdam organisiert hat, haben mir immer viel Spaß gemacht”.

Gewechselt ist Anna im August 2013. Viel neues kam auf sie zu. Da wäre die Trainingsgruppe. Letzte Saison noch bestehend aus 3 Personen (Franz Müller, Sonnele Öztürk und Anna), sind es diese Saison 14 Personen. Anna: “Es gefällt mir sehr gut. Die Trainingsgruppe ist ziemlich homogen und arbeitet gut zusammen. Wir können uns gut gegenseitig motivieren. Mit meinem Trainer komme ich auch gut klar.”
Außerdem wechselte sie zum ersten Mal in ihrem Leben den Schwimmverein. Beim ISF im September 2013 stand zum ersten Mal ein anderer Verein hinter ihrem Namen im Meldeergebnis. Bisher beim PSV Cottbus 90 Abt. Schwimmen zu Hause, heißt ab September 2013 ihr neuer Verein SG Neukölln. Warum Neukölln? “Er ist mit einer der größten Schwimm-Vereine Deutschlands. Außerdem wechselte damals auch Benjamin Starke vom PSV Cottbus 90 hierher.”

Doch warum wechselte Anna überhaupt den Verein, die Trainingsstätte? Anna dazu: “Ich bin gewechselt, weil in Berlin ein gute Trainingsgruppe gegeben ist, die leistungsmäßig gut zu mir paßt. Auch der neue Trainer Herr Gampe paßt gut zu mir. Außerdem bestehen beim Training keine großen Unterschiede. Das ist auch ein Grund dafür, warum es mit Berlin geklappt hat. Mein neuer Trainer setzt aber schon neue Reize. Das Grundkonzept ist gleich.”

Im August 2013 fand die Junioren-WM in Dubai statt. Ohne Anna. Sie war zwar vornominiert, fand aber letztendlich keine Berücksichtigung. War das eine große Enttäuschung? “Nein, ich war nicht enttäuscht, ich habe schon damit gerechnet, daß sie mich nicht mitnehmen. Meine Saison war nicht so stark. Ich habe das schon verstanden.”
Erfreut aber war Anna über die Tatsache, daß sie es wieder in die C-Kaderliste des DSV für die aktuelle Saison schaffte: “Ich bin nach der letzten Saison froh, daß sie mich wieder in den Kader mit aufgenommen haben. Ich freue mich über die Nominierung.”

Angespornt durch den C-Kaderstatus und ihre neue Umgebung, sind ihre Ziele für 2013-14 ambitioniert. Anna: “In der Kurzbahn-Saison möchte ich gute Zeiten schwimmen und mich eventuell für die Kurzbahn-EM in Dänemark qualifizieren.
Auf der Langbahn möchte ich ebenfalls gute Zeiten erreichen und mich über die Staffel für Heim-EM im August 2014 in Berlin nominieren. Ich muß auch schauen, was die anderen so schwimmen.”
Was die Streckenspezialisierung angeht, da liegt ihr Fokus auf den 100m Freistil. Hinzu kommen 50m und 200m Freistil. Auf der Kurzbahn möchte sie sich auf den 100m Lagen testen. Auf der Langbahn kommen neben Freistil noch die 50m und 100m Schmetterling und Rücken hinzu. Ein umfangreiches Programm also.
Doch sollte es diese Saison nicht vollständig mit dem Anschluß an die Offene Klasse funktionieren, so findet es Anna nicht gleich dramatisch. Ziele hat sie darüber hinaus. “2015 und 2016 sollte ich aber schon den Anschluß finden. WM 2015 und Olympia 2016 sind ein Ziel für mich.”

Ihre bisher größten Erfolge:
• Jugendeuropameisterschaft 2012, Antwerpen, Belgien: 50m F Platz 1
• EYOF 2011, Trabzon, Türkei: 50m und 100m F Platz 1
• mehrfache Jahrgangsmeisterin
• mehrfache Altersklassenrekordhalterin

Links:
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